Kaltes Wetter, warmes Futter - Tipps zur Mash-Fütterung für Pferde

11.11.2016 10:33

Gerade im Herbst und Winter füttern viele Pferdebesitzer gerne ein Mash. Aber was ist Mash genau und was bewirkt es?

Traditionell bezeichnet Mash für Pferde ein Futter aus Kleie, Leinsamen und Getreide, das mit Wasser angemacht und als Brei verfüttert wird. Meist wird es mit warmem oder kochendem Wasser übergossen, viele Sorten können aber auch kalt angerührt werden.

Bei kalten Temperaturen, Wetterwechseln aber auch nach einer Kolik wird oft empfohlen, ein Mash zu füttern. Dies hat verschiedene Gründe: die enthaltene Kleie, also die äußeren Schichten des Getreidekorns, ist für viele Pferde sehr schmackhaft und wirkt leicht abführend.

Die Leinsamen im Mash sorgen für die schleimige Konsistenz. Der Leinsamenschleim ist wohltuend für die Schleimhäute im Magen-Darm-Trakt. In manchen Mash-Sorten sind zusätzlich Flohsamenschalen zugegeben, die ebenfalls stark schleimbildend sind, aber die Quellzeit verlängern.
Darüber hinaus liefert der Leinsamen auch ungesättigte Fettsäuren, die für den Stoffwechsel essentiell sind und die unter anderem einen schönen Fellglanz bewirken.

Da das Mash als Brei gefüttert wird, nehmen die Pferde automatisch mehr Wasser auf. Dies ist sehr vorteilhaft, wenn Pferde bei kaltem Wetter zu wenig trinken.

Damit ist Mash eine leicht verdauliche, Appetit anregende Mahlzeit, die für viele Pferde eine willkommene Abwechslung in der Ration ist.

Wie wird Mash gefüttert?

Je nach Ernährungszustand des Pferdes kann das Mash zusätzlich zum normalen Futter oder stattdessen gegeben werden. Für ein Großpferd ergibt ein halbes bis ein Kilo (trocken gewogen) eine schöne Portion. Bei Pferden, die Probleme mit Übergewicht haben, kann selbstverständlich auch weniger gefüttert werden.
Je nach Vorliebe des Pferdes kann das Mash eher fest wie Pudding oder Brei angemacht werden oder fast flüssig wie Suppe. Flüssigeres Mash wird eher abführend und empfiehlt sich zum Beispiel nach einer Verstopfungskolik.
Wichtig ist, vor dem Füttern die Temperatur zu prüfen, damit die Pferde nicht aus Gier das heiße Futter fressen und sich verbrennen.

Was muss ich bei der Mashfütterung beachten?

Oft hört man den Rat, Mash nicht täglich zu füttern. Dies hängt zusammen mit dem Calcium-Phosphor-Verhältnis, das durch die enthaltene Kleie sehr eng sein kann. Das Calcium-Phosphor-Verhältnis sollte in der Gesamtration etwa 2:1 betragen.
Daher ist eine kleine Menge Mash ab und zu in der Regel unproblematisch. Wenn auf Grund einer Erkrankung über einen längeren Zeitraum größere Mengen oder gar nur Mash an Stelle von Kraftfutter gefüttert werden darf, muss eventuell ein Calcium-reiches Mineralfutter zugegeben werden oder eine Mash-Sorte gewählt werden, bei der bereits Calcium zugegeben ist.

Mash für Spezialfälle

Neben den klassischen Mash-Sorten gibt es inzwischen auch spezielle Rezepturen für verschiedene Spezialfälle, zum Beispiel Mash auf Basis von Reiskleie für Pferde, die auf andere Getreidesorten empfindlich reagieren oder ganz getreidefreie Sorten, die auch an Pferde mit Cushing, EMS oder PSSM gefüttert werden können. So müssen auch diese Pferde nicht auf das kleine Extra im Trog verzichten.

Übrigens…

Es ist nachvollziehbar, dass viele Reiter den Wunsch haben ihrem Pferd bei Kälte etwas Gutes zu tun und ihm eine warme Mahlzeit zu bieten. Aber: Pferde frieren nicht so schnell wie Reiter!
Die gefütterte Menge an Mash ist auch im Verhältnis zum Gewicht des Pferdes äußerst gering. Damit ein Pferd bei Kälte gut versorgt ist, sollte auf jeden Fall genügend Raufutter gefüttert werden – denn bei dessen Verdauung entsteht Wärme, die das Pferd auch nutzen kann. Ein Grund mehr für gutes Raufutter!

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