{"id":1924,"date":"2021-09-16T16:13:07","date_gmt":"2021-09-16T14:13:07","guid":{"rendered":"https:\/\/dev.hipposport.eu\/hippowiki\/?page_id=1924"},"modified":"2021-09-16T16:13:07","modified_gmt":"2021-09-16T14:13:07","slug":"toxische-darmerkrankungen-durch-mykotoxine","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.hipposport.de\/magazin\/eevp\/darm\/toxische-darmerkrankungen\/toxische-darmerkrankungen-durch-mykotoxine\/","title":{"rendered":"4.6.3. Toxische Darmerkrankungen durch Mykotoxine"},"content":{"rendered":"<h4>Definition<\/h4>\n<p>Mykotoxine sind sekund\u00e4re Stoffwechselprodukte der Pilze. Zum Pilzbefall und zur Mykotoxinbildung im Rau- und Krippenfutter kann es vor der Ernte (Feldpilze) oder nach der Ernte, w\u00e4hrend der Lagerung (Lagerpilze) kommen. Die Wirkungen und der Wirkungsort der verschiedenen Mykotoxine im Pferdek\u00f6rper sind je nach Toxin unterschiedlich. (<a href=\"https:\/\/www.hipposport.de\/magazin\/eevp\/literaturverzeichnis\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">MEYER und COENEN 2014<\/a>)<\/p>\n<h4>Entstehung, Ursachen und jeweilige Symptome<\/h4>\n<p>Zu den Feldpilzen z\u00e4hlen vor allem <em>Fusarium ssp<\/em>. und <em>Alternaria ssp.<\/em>. Fusarien befallen Getreide und bilden unter anderem das Mykotoxin Deoxynivalenol (=DON). Die Wirkungen von Deoxynivalenol sind beim Pferd noch nicht vollst\u00e4ndig erforscht, jedoch konnte die Verweigerung der Futteraufnahme nach hohen DON-Aufnahmen beobachtet werden.<\/p>\n<p>Zudem k\u00f6nnen nach der Aufnahme von T2- und\/oder HT2-Toxinen, gebildet von <em>Fusarium<\/em> und <em>Trichoderma<\/em> Unterarten im Getreide, Schleimhautl\u00e4sionen und blutiger Durchfall auftreten. (<a href=\"https:\/\/www.hipposport.de\/magazin\/eevp\/literaturverzeichnis\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">MEYER und COENEN 2014<\/a>)<\/p>\n<p>Rotklee, Wei\u00dfklee und Luzerne k\u00f6nnen vom Pilz <em>Rhizoctomia leguminocola<\/em> befallen werden, welcher das Mykotoxin Slaframin produziert. Dieses kann nach einer Aufnahme durch das Tier starke Speichelbildung zur Folge haben, weshalb die Erkrankung auch \u201eSlobber Disease\u201c \/ \u201eSpeichelkrankheit\u201c genannt wird. Neben dem verst\u00e4rkten Speicheln treten auch Fressunlust, Durchfall und ein vermehrter Harnabsatz auf.<\/p>\n<p>In feuchtem Heu und Stroh kann <em>Stachybotrys atra<\/em> die Mykotoxine Satratoxin, Verrucarine und Roridine bilden, welche Schleimhautl\u00e4sionen, Durchfall und Speichelfluss ausl\u00f6sen k\u00f6nnen. (<a href=\"https:\/\/www.hipposport.de\/magazin\/eevp\/literaturverzeichnis\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">MEYER und COENEN 2014<\/a>)<\/p>\n<p>Die Lagerpilze <em>Aspergillus<\/em> und <em>Penicillium<\/em> k\u00f6nnen das Ochratoxin A bilden, welches die Nieren sch\u00e4digt. Spezies des <em>Aspergillus<\/em> k\u00f6nnen zudem Aflatoxine produzieren, die zu Lebersch\u00e4digungen f\u00fchren.\u00a0 Belastet durch die Mykotoxine der Lagerpilze sind meist Mais und Weizen. (<a href=\"https:\/\/www.hipposport.de\/magazin\/eevp\/literaturverzeichnis\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">MEYER und COENEN 2014<\/a>)<\/p>\n<p>Auch das Mykotoxin Zearalenon bei Getreide, und Ergotalkaloide (Mutterkorn) bei Roggen und Grassamen kommen vor, f\u00fchren jedoch prim\u00e4r nicht zu St\u00f6rungen im Verdauungstrakt (<a href=\"https:\/\/www.hipposport.de\/magazin\/eevp\/literaturverzeichnis\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">MEYER und COENEN 2014<\/a>).<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Definition Mykotoxine sind sekund\u00e4re Stoffwechselprodukte der Pilze. Zum Pilzbefall und zur Mykotoxinbildung im Rau- und Krippenfutter kann es vor der Ernte (Feldpilze) oder nach der Ernte, w\u00e4hrend der Lagerung (Lagerpilze) kommen. Die Wirkungen und der Wirkungsort der verschiedenen Mykotoxine im Pferdek\u00f6rper sind je nach Toxin unterschiedlich. (MEYER und COENEN 2014) Entstehung, Ursachen und jeweilige Symptome Zu den Feldpilzen z\u00e4hlen vor allem Fusarium ssp. und Alternaria ssp.. Fusarien befallen Getreide und bilden unter anderem das Mykotoxin Deoxynivalenol (=DON). Die Wirkungen von Deoxynivalenol sind beim Pferd noch nicht vollst\u00e4ndig erforscht, jedoch konnte die Verweigerung der Futteraufnahme nach hohen DON-Aufnahmen beobachtet werden. 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