{"id":1952,"date":"2021-09-16T16:46:54","date_gmt":"2021-09-16T14:46:54","guid":{"rendered":"https:\/\/dev.hipposport.eu\/hippowiki\/?page_id=1952"},"modified":"2021-09-16T16:46:54","modified_gmt":"2021-09-16T14:46:54","slug":"duenndarmobstipation","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.hipposport.de\/magazin\/eevp\/darm\/verstopfung-obstipation\/duenndarmobstipation\/","title":{"rendered":"4.3.1. D\u00fcnndarmobstipation"},"content":{"rendered":"<h4>Definition<\/h4>\n<p>Obstipationen im D\u00fcnndarm entstehen meist im Ileum, seltener im Jejunum und Duodenum. Durch die anatomischen Gegebenheiten im Ileum, wie die starke Ringmuskulatur, das enge Darmlumen und der \u00dcbergang zum Z\u00e4kum, ist diese Engstelle im Verdauungskanal besonders pr\u00e4disponiert f\u00fcr Obstipationen. Der \u00dcbergang vom Ileum zum Z\u00e4kum stellt so den dritth\u00e4ufigsten Ort der Entstehung einer Obstipation beim Pferd dar. (<a href=\"https:\/\/www.hipposport.de\/magazin\/eevp\/literaturverzeichnis\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">BECKER et al. 2017<\/a>)<\/p>\n<h4>Entstehung und Ursachen<\/h4>\n<p>Urs\u00e4chlich ist meist die Aufnahme von vorzerkleinertem Raufutter oder Einstreu in H\u00e4ckselform, welches vom Pferd nicht ausreichend im Maul zermahlen wird (<a href=\"https:\/\/www.hipposport.de\/magazin\/eevp\/literaturverzeichnis\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">GERBER et al. 2016; MEYER und COENEN 2014<\/a>). Aber auch die Aufnahme von feinfaserigem Gras, wie Windhalme, kann zu D\u00fcnndarmobstipationen f\u00fchren (<a href=\"https:\/\/www.hipposport.de\/magazin\/eevp\/literaturverzeichnis\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">MEYER und COENEN 2014<\/a>). Grobe, schlecht gekaute Pflanzenfasern k\u00f6nnen verfilzen und so zu einer Anschoppung, des sonst recht fl\u00fcssigen D\u00fcnndarminhalts f\u00fchren. Durch spastische Kontraktionen der Darmwand, wird die zuerst noch enthaltene Fl\u00fcssigkeit aus der Anschoppung gepresst. (<a href=\"https:\/\/www.hipposport.de\/magazin\/eevp\/literaturverzeichnis\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">BECKER et al. 2017<\/a>).<\/p>\n<p>Weitere Einflussfaktoren, die die Entstehung einer D\u00fcnndarmverstopfung f\u00f6rdern k\u00f6nnen, sind Verwurmungen, sowie lange F\u00fctterungspausen. Lange N\u00fcchternzeiten k\u00f6nnen f\u00fcr das Fehlen von Reflexen aus dem Verdauungstrakt verantwortlich sein. Aber auch Reflexst\u00f6rungen am \u00dcbergang von Ileum zu Z\u00e4kum k\u00f6nnen urs\u00e4chlich sein. (<a href=\"https:\/\/www.hipposport.de\/magazin\/eevp\/literaturverzeichnis\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">BECKER et al. 2017<\/a>)<\/p>\n<h4>Symptome<\/h4>\n<ul>\n<li>durch die dauerhafte Dehnung der Darmwand werden Schmerzen ausgel\u00f6st<\/li>\n<li>geringe, dann zunehmend st\u00e4rkere Kolikanzeichen (<a href=\"https:\/\/www.hipposport.de\/magazin\/eevp\/literaturverzeichnis\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">BECKER et al. 2017<\/a>)<\/li>\n<li>Durch den R\u00fcckstau von Gas, Fl\u00fcssigkeit und Nahrungsbrei kommt es, je nach Lokalisation im D\u00fcnndarm innerhalb von 3 \u2013 12 Stunden, zu einer sekund\u00e4ren <a href=\"https:\/\/www.hipposport.de\/magazin\/eevp\/magen\/magenueberladung\" target=\"_self\" rel=\"noopener\">Magen\u00fcberladung<\/a> mit entsprechenden Symptomen (<a href=\"https:\/\/www.hipposport.de\/magazin\/eevp\/literaturverzeichnis\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">GERBER et al. 2016<\/a>).<\/li>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Definition Obstipationen im D\u00fcnndarm entstehen meist im Ileum, seltener im Jejunum und Duodenum. Durch die anatomischen Gegebenheiten im Ileum, wie die starke Ringmuskulatur, das enge Darmlumen und der \u00dcbergang zum Z\u00e4kum, ist diese Engstelle im Verdauungskanal besonders pr\u00e4disponiert f\u00fcr Obstipationen. Der \u00dcbergang vom Ileum zum Z\u00e4kum stellt so den dritth\u00e4ufigsten Ort der Entstehung einer Obstipation beim Pferd dar. (BECKER et al. 2017) Entstehung und Ursachen Urs\u00e4chlich ist meist die Aufnahme von vorzerkleinertem Raufutter oder Einstreu in H\u00e4ckselform, welches vom Pferd nicht ausreichend im Maul zermahlen wird (GERBER et al. 2016; MEYER und COENEN 2014). 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