{"id":1356,"date":"2018-08-01T13:45:47","date_gmt":"2018-08-01T11:45:47","guid":{"rendered":"https:\/\/dev.hipposport.eu\/hippowiki\/?p=1356"},"modified":"2024-08-06T14:34:03","modified_gmt":"2024-08-06T12:34:03","slug":"magengeschwuere","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.hipposport.de\/magazin\/pferdegesundheit\/magengeschwuere\/","title":{"rendered":"Magengeschw\u00fcre"},"content":{"rendered":"<p>Magengeschw\u00fcre (=Magenulzera) beim Pferd treten meist im oberen Teil des Magens, dem dr\u00fcsenlosen Blindsack, auf. Wenn der Schutz des Schleims und des Bikarbonats nicht mehr ausreicht, wird die Magenschleimhaut von der Magens\u00e4ure aus dem unteren Teil des Magens angegriffen und ein Magengeschw\u00fcr entsteht. Magengeschw\u00fcre k\u00f6nnen aber auch im Dr\u00fcsenteil des Magens auftreten und unterscheiden sich nicht nur in ihrer Lokalisation zu den Magengeschw\u00fcren im dr\u00fcsenlosen Teil des Magens, sondern auch in den Ursachen und einer l\u00e4ngeren Behandlung und Ausheilung je nach Erkrankungsgrad.<\/p>\n<p>Betroffen sein kann jedes Pferd. Unabh\u00e4ngig vom Alter des Pferdes, k\u00f6nnen bereits Fohlen bis zu Senioren an Magengeschw\u00fcren leiden.<\/p>\n<p>Intensives Training, zu viel Kraftfutter, zu lange Fresspausen, Stress, der Einsatz mancher Medikamente, wie verschiedene Schmerzmittel oder bestimmte Nahrungserg\u00e4nzungsfutter, welche die Bildung von Magens\u00e4ure verst\u00e4rken, k\u00f6nnen Ursachen f\u00fcr die Entstehung von Magengeschw\u00fcren sein.<\/p>\n<p>Die Anzeichen eines Magengeschw\u00fcrs k\u00f6nnen ganz unterschiedlich sein. <strong><a href=\"https:\/\/www.hipposport.de\/magazin\/lexikon\/kolik\">Koliksymptome<\/a><\/strong>, Appetitlosigkeit, Leistungsschw\u00e4che, <strong><a href=\"https:\/\/www.hipposport.de\/magazin\/lexikon\/koppen\">Koppen<\/a><\/strong>, Z\u00e4hneknirschen, h\u00e4ufiges Flehmen, G\u00e4hnen und Leerkauen, <strong><a href=\"https:\/\/www.hipposport.de\/magazin\/lexikon\/gurtzwang\">Gurtzwang<\/a><\/strong>, Triebigkeit beim Reiten, z\u00f6gerliches Bergabgehen, vermehrtes Speicheln, Maulgeruch, Kotwasser, Unterbrechen der Kraftfutteraufnahme, vermehrtes oder vermindertes Trinken, Durchfall oder auch Gewichtsverlust k\u00f6nnen Symptome eines Magengeschw\u00fcrs sein.<\/p>\n<p>Die Diagnose gestaltet sich eher schwierig. Wenn das Pferd auf die Behandlung gegen Magengeschw\u00fcre anspricht, geht man davon aus, dass es darunter leidet. Eine genaue aber aufwendige Diagnose stellt eine Gastroskopie dar. Da diese mit zus\u00e4tzlichem Stress verbunden ist (Fahrt in die Klinik, Untersuchung), sollte mit gemeinsam mit dem behandelnden Tierarzt abgesprochen werden, ob dies sinnvoll ist.<\/p>\n<p>Behandelt werden Magengeschw\u00fcre mit entsprechenden Medikamenten wie beispielsweise S\u00e4urepumpenblockern. Bew\u00e4hrt hat sich auch die Therapie mit Schleimstoffen, die einen zus\u00e4tzlichen Schutzfilm auf der Magenschleimhaut bilden und so vor der S\u00e4ure sch\u00fctzen. Das Kraftfutter sollte auf ein spezielles <a href=\"https:\/\/www.hipposport.de\/Magenfutter-fuer-Pferde\">Magenfutter<\/a> umgestellt werden.<\/p>\n<h2><strong>Ursachen f\u00fcr Magengeschw\u00fcre beseitigen<\/strong><\/h2>\n<h3><strong>F\u00fctterung optimieren &#8211; viel Raufutter, wenig St\u00e4rke<\/strong><\/h3>\n<p>Da Pferde nur Speichel produzieren wenn sie kauen, empfiehlt sich bei akuten Magengeschw\u00fcren, aber auch zur Vorsorge eine ad libitum (= zur freien Verf\u00fcgung) Heuf\u00fctterung und mehrst\u00fcndiger Weidegang. Der Speichel enth\u00e4lt viele Bikarbonate, die den sauren Mageninhalt abpuffern. Die Magens\u00e4ure wird n\u00e4mlich kontinuierlich freigesetzt \u2013 egal, ob das Pferd etwas frisst oder nicht.<\/p>\n<p>Wenn das Pferd nicht unbegrenzt Heu bekommen kann, weil das Heu im Stall knapp ist oder das Pferd sonst zu dick wird, kann die Heu-Ration aus einem engmaschigen Heunetz angeboten werden. So ist die Fresszeit verl\u00e4ngert und die Futterkarenzzeit (Zeit zwischen den F\u00fctterungen) verringert. Futterkarenzzeiten k\u00f6nnen auch auftreten, wenn das Pferd viel Zeit auf einem Paddock verbringt, in dem kein Raufutter angeboten wird. Dies ist f\u00fcr Pferde mit Magengeschw\u00fcren sehr unvorteilhaft. Bei Zeitr\u00e4umen \u00fcber vier bis sechs Stunden sollte versucht werden, auch hier Raufutter anzubieten, z.B. mit Heunetzen.<\/p>\n<p>Auch ist das Raufutter vor dem Kraftfutter zu f\u00fcttern, da ein Kilo Raufutter ungef\u00e4hr viermal so lange gekaut und eingespeichelt wird, wie ein Kilo Kraftfutter. Das gut eingespeichelte Raufutter puffert die Magens\u00e4ure ab und erm\u00f6glicht auch eine bessere Durchsaftung des Inhalts mit der Magens\u00e4ure. So werden schleimhautsch\u00e4digende G\u00e4rprozesse verhindert. Bekommen die Pferde zuerst Raufutter ist oft auch der Futterneid weniger ausgepr\u00e4gt und es herrscht weniger Unruhe im Stall wenn gef\u00fcttert wird.<\/p>\n<p>Auf die F\u00fctterung von Getreide sollte m\u00f6glichst verzichtet werden. Besonders Getreidesorten, die viel Gluten enthalten wie <strong><a href=\"https:\/\/www.hipposport.de\/magazin\/lexikon\/weizen\">Weizen<\/a><\/strong> oder Dinkel sollten gar nicht gef\u00fcttert werden \u2013 dies gilt allerdings auch f\u00fcr gesunde Pferde. Sonstiges getreidehaltiges Kraftfutter sollte so wenig wie m\u00f6glich gef\u00fcttert werden, da die mangelnde Einspeichelung den pH-Wert nur geringf\u00fcgig anheben kann. Das Untermischen von <strong><a href=\"https:\/\/www.hipposport.de\/Pferdefutter-Raufutter-Heuersatz-Luzerne\">Luzernecobs<\/a> <\/strong>oder anderen Strukturkomponenten unter das Krippenfutter f\u00fchrt zu vermehrtem Kauen und vermehrter Speichelbildung. Die Energiezufuhr kann alternativ \u00fcber Fette und vor allem Faser gedeckt werden. Inzwischen gibt es auch verschiedene fertige Kraftfutter speziell f\u00fcr Pferde mit Magenproblemen zu kaufen wie zum Beispiel das <a href=\"https:\/\/www.hipposport.de\/MARSTALL-Futter-GASTRO-MUeSLI-fuer-Pferde-20kg\">Marstall Gastro-M\u00fcsli<\/a>. Hier wurden die besonderen Bed\u00fcrfnisse in der F\u00fctterung von magenkranken Pferden bei der Zusammenstellung ber\u00fccksichtigt. Das Futter sollte auf m\u00f6glichst viele kleine Portionen aufteilt werden. Dadurch ist der Magen nie zu stark gef\u00fcllt und die kleinen Futtermengen sind lose geschichtet.<\/p>\n<h3><strong>Stress reduzieren &#8211; in der Box, auf dem Paddock und im Training<\/strong><\/h3>\n<p><a href=\"https:\/\/www.hipposport.de\/magazin\/pferdegesundheit\/stress-bei-pferden-was-koennt-ihr-tun\/\">Stress<\/a> ist ein wichtiger Faktor bei der Entstehung von Magengeschw\u00fcren und sollte so weit wie m\u00f6glich reduziert werden. Auch wenn ein Pferd keine offensichtlichen Stressfaktoren wie Turniere, Lehrg\u00e4nge oder H\u00e4ngerfahrten erlebt, hei\u00dft das nicht, dass es keinen Stress empfindet. Eine ung\u00fcnstige Zusammensetzung der Herde kann Unruhe verursachen, genau wie zu viel Hektik im Stall. Steht das Pferd vielleicht in einer Box an einem besonders belebten Teil der Stallgasse und mag es nicht, wenn st\u00e4ndig andere Pferde vor ihm vorbei gehen? Oder bleibt es allein zur\u00fcck, wenn die Boxennachbarn geritten werden? Kann es auf der Weide oder auf dem Paddock entspannen oder ist es als rangniederes Tier st\u00e4ndig auf der Flucht vor anderen Pferden? Oder ist es der Herdenchef, der nicht zur Ruhe kommt, weil er st\u00e4ndig alles im Blick behalten muss?<\/p>\n<p>Zudem sollte auch die eigene Reitweise und der Trainingsaufbau kritisch hinterfragt werden. Hat das Pferd Freude an der Arbeit? Arbeitet es motiviert mit? Das Eingest\u00e4ndnis eigner Fehler ist unangenehm, letztlich aber die einzige M\u00f6glichkeit, die Situation f\u00fcr das Pferd zu verbessern. Ein zeitweiser R\u00fcckschritt oder eine Trainingspause kann sowohl f\u00fcr das Pferd als auch f\u00fcr den Reiter die notwendige Zeit zur Regeneration bieten.<\/p>\n<p>Neben der Optimierung der Haltung und des Trainings, kann die Zuf\u00fctterung von <strong><a href=\"https:\/\/www.hipposport.de\/Pferdefutter-Ergaenzungsfutter-Nervositaet\">Erg\u00e4nzungsfutter f\u00fcr die Nerven<\/a><\/strong> dem Pferd helfen, sich zu entspannen und zu mehr innerer Ruhe zu finden. Dies sind oft Produkte mit <strong><a href=\"https:\/\/www.hipposport.de\/magazin\/lexikon\/magnesium-mg\">Magnesium<\/a><\/strong> und\/oder <strong><a href=\"https:\/\/www.hipposport.de\/magazin\/lexikon\/tryptophan\">Tryptophan<\/a><\/strong>. Magnesium ist, neben vielen anderen Aufgaben im Organismus, auch f\u00fcr die Entspannung der Muskulatur wichtig. Innere Ruhe und Losgelassenheit kann durch die Zuf\u00fctterung von Tryptophan unterst\u00fctzt werden, das eng mit der Serotonin-Produktion zusammenh\u00e4ngt. Serotonin ist auch als als Gl\u00fcckshormon oder Wohlf\u00fchlhormon bekannt.<\/p>\n<h3><strong>Sonderfall Fohlen und Absetzer &#8211; Magenprobleme bei jungen Pferden ernst nehmen<\/strong><\/h3>\n<p>Stress kann bereits bei sehr jungen Pferden auftreten und Magenprobleme bis hin zu Magengeschw\u00fcren ausl\u00f6sen. Besonders die Zeit des Absetzens und der Umzug in eine Aufzuchtherde kann f\u00fcr Fohlen sehr stressig sein. Da hier oft wenig Kraftfutter gef\u00fcttert wird und nicht oft geputzt wird, k\u00f6nnen die typischen Anzeichen f\u00fcr Magenprobleme oft \u00fcbersehen werden. Besonders wichtig ist es daher, die Jungpferde genau zu beobachten und auff\u00e4lliges Verhalten wie Koppen, aber auch auff\u00e4llig ruhiges oder zur\u00fcckgezogenes Verhalten sehr ernst zu nehmen. In der Aufzucht werden die Weichen f\u00fcrs sp\u00e4tere Leben gestellt, in positiver wie in negativer Hinsicht!<\/p>\n<p>Um dem vorzubeugen sollten die allgemeinen Regeln f\u00fcr schonendes Absetzen beachtet werden: die Trennung von der Stute sollte in kleinen Zeiteinheiten begonnen und dann langsam gesteigert werden. Die Integration in eine Aufzuchtherde sollte ebenso sorgf\u00e4ltig erfolgen. Im Idealfall sollte die Herde zu Beginn nicht so gro\u00df sein, dass ein Fohlen \u00fcbersehen wird. Bei starkem Stress, aber auch vorbeugend, k\u00f6nnen die gleichen Erg\u00e4nzungsfutter zur nervlichen Unterst\u00fctzung gegeben werden wie bei ausgewachsenen Pferden. Werden dennoch Magenprobleme vermutet oder durch den Tierarzt diagnostiziert, muss auch das Jungpferd eine entsprechende F\u00fctterung erhalten.<\/p>\n<h3><strong>Notwendiges \u00dcbel &#8211; Schmerzmittel k\u00f6nnen den Pferdemagen reizen<\/strong><\/h3>\n<p>Auch wenn das Pferd keiner der oben genannten Ursachen ausgesetzt ist, kann es zu Magenproblemen kommen wenn die Gabe von Schmerzmitteln notwendig ist. Bei Pferden mit bekannt empfindlichem Magen kann der Tierarzt unter Umst\u00e4nden gleichzeitig mit den Schmerzmitteln einen Magenschutz verabreichen lassen. Auch als Besitzer kann man die Tier\u00e4rztin darauf ansprechen, ob die verabreichten Medikamente f\u00fcr eine magenreizende Nebenwirkung bekannt sind und ob es eventuell eine magenschonende Alternative gibt.<\/p>\n<p>In den meisten F\u00e4llen geht die Gabe von Schmerzmitteln mit weniger Training\/Bewegung einher. Daher empfiehlt es sich sowieso, das Kraftfutter zu reduzieren oder zu streichen. Dies schont den Magen und hilft, \u00fcberm\u00e4\u00dfigem Bewegungsdrang entgegen zu wirken. Auch viel Raufutter bietet dem Pferd eine sinnvolle Besch\u00e4ftigung, verhindert Langeweile und tut dem Magen gut.<\/p>\n<h2><strong>Magengeschw\u00fcre behandeln<\/strong><\/h2>\n<p>Wurde ein Magengeschw\u00fcr oder eine Magenreizung vom Tierarzt diagnostiziert oder auch wenn das Pferd ohne eine gesicherte Diagnose typische Symptome zeigt, sollte der verantwortungsvolle Halter sofort versuchen, dem Pferd Erleichterung zu verschaffen. Kein Pferd hat gerne Schmerzen! Unbehandelt k\u00f6nnen sich die Probleme zudem weiter verschlimmern, die Kolikanf\u00e4lligkeit kann stark zunehmen und die Zeit bis zur Genesung, in der sich das Pferd unwohl f\u00fchlt und nicht so leistungsf\u00e4hig ist, kann sich stark verl\u00e4ngern.<\/p>\n<p>Zu den ersten Ma\u00dfnahmen sollte geh\u00f6ren, die oben angesprochenen Ursachen so weit als m\u00f6glich zu beseitigen. Im zweiten Schritt sollte mit dem Tierarzt abgesprochen werden, ob Medikamente gegen Magengeschw\u00fcre gef\u00fcttert werden sollen. Diese Medikamente puffern zum Beispiel die Magens\u00e4ure oder hemmen deren Produktion. Wichtig zu wissen ist, dass es bei S\u00e4urepuffern nach l\u00e4ngerer F\u00fctterung zu einer erh\u00f6hten Magens\u00e4ureproduktion kommen kann. Daher kann eine ausschleichende F\u00fctterung notwendig sein.<\/p>\n<h2><strong>F\u00fctterungstipps bei Magengeschw\u00fcren<\/strong><\/h2>\n<ul>\n<li>Bei Magenproblemen bew\u00e4hrt sich die F\u00fctterung von <strong><a href=\"https:\/\/www.hipposport.de\/HIPPOSPORT-Futter-BIO-LUZERNECOBS-fuer-Pferde-25kg\">Luzernecobs<\/a><\/strong> oder Luzernemehl, wenn die Faserl\u00e4nge der Luzerne entsprechend zerkleinert und fein ist. Aktuelle Studien belegen, dass Luzerne in loser, geh\u00e4ckselter Form zu vermeiden ist, da die St\u00e4ngel zu hart und scharfkantig f\u00fcr die bereits erkrankte und sehr empfindliche Magenschleimhaut sind.<\/li>\n<li>Auch grob-verholztes Heu und hartst\u00e4ngelreiche M\u00fcslis f\u00fchren zu mechanischen Sch\u00e4den der Schleimhaut und sind in der F\u00fctterung zu meiden.<\/li>\n<li>spezielles Strukturfutter (z.B. weiches, blattreiches Heu), welches die Kauzeit und damit die Speichelproduktion deutlich steigern, kann ebenfalls unter das Kraftfutter gemischt werden.<\/li>\n<li>Zus\u00e4tzliche Schleimstoffe im Futter beruhigen die gereizte Schleimhaut und f\u00f6rdern die Ausheilung. \u00dcber <a href=\"https:\/\/www.hipposport.de\/Pferdefutter-Oel-Leinsaat-Leinsamen\">Leinsamen<\/a> oder hoch konzentriert \u00fcber <a href=\"https:\/\/www.hipposport.de\/Magen-Zusatzfutter-fuer-Pferde\">Zusatzfutter zum Magenschutz<\/a> k\u00f6nnen diese zu gef\u00fcttert werden.<\/li>\n<li>Ein spezielles, auf die Bed\u00fcrfnisse von Pferden mit Magenproblemen abgestimmtes Kraftfutter<\/li>\n<li>An Stresssituationen sollte das Pferd langsam gew\u00f6hnt und die Anforderungen nur langsam erh\u00f6ht werden. Vermeidliche Stressausl\u00f6ser im Umfeld sind auch w\u00e4hrend der Genesungsphase zu reduzieren oder falls m\u00f6glich abzustellen.<\/li>\n<li>Bei der Aufnahme von Raufutter (im Offen- oder Aktivstall) oder nach der F\u00fctterung Anreize zur freien Bewegung (Paddock, Auslauf, Weide) schaffen und anbieten. Dadurch wird die Durchsaftung des Nahrungsbreis im Magen verbessert.<\/li>\n<li><strong>Praxis-Tipp:<\/strong> F\u00fcttern Sie dem Pferd direkt vor einer Stressphase (z.B. Training, Transport, Tierarzt etc.) eine kleine Heuportion.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Tiefergehende Informationen zu diesem Thema findet Ihr auch im Teil &#8222;<u><a href=\"https:\/\/www.hipposport.de\/magazin\/eevp\">Ern\u00e4hrungsbedingte Erkrankungen des Verdauungstraktes beim Pferd<\/a><\/u>&#8220; unter &#8222;<u><a href=\"https:\/\/www.hipposport.de\/magazin\/eevp\/magen\/magengeschwuere-magenulzera\">3.2. Magengeschw\u00fcre (Magenulzera)<\/a><\/u>&#8222;.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Magengeschw\u00fcre (=Magenulzera) beim Pferd treten meist im oberen Teil des Magens, dem dr\u00fcsenlosen Blindsack, auf. Wenn der Schutz des Schleims und des Bikarbonats nicht mehr ausreicht, wird die Magenschleimhaut von der Magens\u00e4ure aus dem unteren Teil des Magens angegriffen und ein Magengeschw\u00fcr entsteht. Magengeschw\u00fcre k\u00f6nnen aber auch im Dr\u00fcsenteil des Magens auftreten und unterscheiden sich nicht nur in ihrer Lokalisation zu den Magengeschw\u00fcren im dr\u00fcsenlosen Teil des Magens, sondern auch in den Ursachen und einer l\u00e4ngeren Behandlung und Ausheilung je nach Erkrankungsgrad. Betroffen sein kann jedes Pferd. 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