{"id":548,"date":"2016-02-18T13:19:44","date_gmt":"2016-02-18T12:19:44","guid":{"rendered":"https:\/\/dev.hipposport.eu\/hippowiki\/?p=548"},"modified":"2021-11-30T10:45:44","modified_gmt":"2021-11-30T09:45:44","slug":"heufuetterung-beim-pferd","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.hipposport.de\/magazin\/pferdefuetterung\/heufuetterung-beim-pferd\/","title":{"rendered":"Heuf\u00fctterung beim Pferd"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Warum ist eine gute Heufutterversorgung so wichtig f\u00fcr mein Pferd?<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Pferd ist als Pflanzenfresser auf ein strukturiertes, rohfaserreiches Futter angewiesen.<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>tr\u00e4gt zu einer Verl\u00e4ngerung des Futterverzehrs bei<\/li>\n<li>Erh\u00f6hung der Kaut\u00e4tigkeit<\/li>\n<li>Anregung durch Kaut\u00e4tigkeit der Speichelbildung und des Speichelflusses<\/li>\n<li>Es kommt zu einer verbesserten Einspeichelung des Futters, Anpassung an den pH-Wert<\/li>\n<li>Stabilisierung der Verdauungsvorg\u00e4nge<\/li>\n<li>Anregung der Darmperistaltik<\/li>\n<li>einsetzen des S\u00e4ttigungsgef\u00fchls<\/li>\n<li>Unterst\u00fctzung des Gleichgewichts der Darmflora<\/li>\n<li>Vitamin B Versorgung<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Menge<\/strong>\u00a0 F\u00fcr eine gute Rohfaser-Grundversorgung ben\u00f6tigt ein Pferd mindestens zwischen 1,0 kg und 1,5 kg Heu oder Heuersatz pro 100 kg K\u00f6rpergewicht pro Tag. Pferde, die auf Sp\u00e4ne stehen ben\u00f6tigen mehr Raufutter: Mindestens 1,5 kg Heu je 100 kg K\u00f6rpergewicht pro Tag.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Zeiten\u00a0<\/strong>\u00a0Achten Sie darauf, dass keine zu langen Fresspausen zwischen den Raufuttermahlzeiten entstehen. Nach M\u00f6glichkeit sollten es nie mehr als sechs Stunden sein. Auch \u00fcber Nacht sollte Ihrem Pferd Heu oder Heuersatz zur Verf\u00fcgung stehen. Als Heuersatz empfehlen wir Pre Alpin.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Vorlage\u00a0\u00a0<\/strong>Das Raufutter sollte m\u00f6glichst in der nat\u00fcrlichen Fresshaltung der Pferde angeboten werden, vom Boden. Somit wird auch verhindert, dass gr\u00f6\u00dfere Mengen Staubpartikel in die Augen gelangen oder \u00fcber die N\u00fcstern aufgenommen werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Vorsicht\u00a0<\/strong>\u00a0Kein erntefrisches Heu f\u00fcttern. Nach der Ernte muss das Heu 8-12 Wochen gelagert werden, bevor es verf\u00fcttert werden darf. G\u00e4rprozesse und das Absterben der Mikroorganismen sind dann abgeschlossen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Die Qualit\u00e4t selbst pr\u00fcfen und pr\u00fcfen lassen: Visuelle Pr\u00fcfung, Haptik und Geruch<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mit der sensorischen Pr\u00fcfung werden der Futterwert und der Hygienestatus von Heu beurteilt. Dabei sollten Parameter wie Griff, Geruch, Farbe und Verunreinigungen betrachtet werden. Ein Heu mit einer sehr guten bis guten Beurteilung sollte im Griff weich, blattreich und trocken sein. Einen angenehm aromatischen Geruch ohne Fremd- oder dumpf-muffige Ger\u00fcche aufweisen und in der Farbe ein produkttypisches kr\u00e4ftiges Gr\u00fcn zeigen. Makroskopische Verunreinigungen wie mit Sand, Erde, Wurzeln oder Teile der Grasnarbe verringern den Futterwert erheblich und bieten N\u00e4hrboden f\u00fcr z.B. Schimmel, K\u00e4fer, Milben. Das Gras sollte bei der Ernte daher nicht zu tief geschnitten werden, um hier eine sp\u00e4tere erh\u00f6hte Staubbelastung bei der F\u00fctterung zu vermeiden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei schlechten Heuqualit\u00e4ten im Stall empfehlen wir eine Zuf\u00fctterung oder einen Heuersatz aus kontrolliertem Anbau von gereinigtem und gepr\u00fcftem Raufutter wie z.B. <a href=\"https:\/\/www.hipposport.de\/HIPPOSPORT-Futter-HEUCOBS-fuer-Pferde-25kg\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">HippoSport Heucobs<\/a>\u00a0mit mindestens 21 verschiedenen Gr\u00e4sern und Kr\u00e4utern.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Die Zusammensetzung: Welche Gr\u00e4serarten eignen sich besonders f\u00fcr die Heuf\u00fctterung von Pferden?<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Pflanzenbestandszusammensetzung auf Wiesen ist vor allem durch den Standort, das Klima, die Verf\u00fcgbarkeit der Bodenn\u00e4hrstoffe sowie die Nutzungintensit\u00e4t der jeweiligen Fl\u00e4chen abh\u00e4ngig, so Frau Anja Schmitz (wissenschaftliche Mitarbeiterin und Doktorandin in der Abteilung Graslandwissenschaften der Universit\u00e4t G\u00f6ttingen).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wichtige Faktoren f\u00fcr die Heuproduktion sind u.a.:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>1.<\/strong> Die standortabh\u00e4ngige Zusammensetzung<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>2.<\/strong> Welche Anspr\u00fcche sollte das Heu in Bezug auf Fructangehalte f\u00fcr Zucht- und Sportpferde oder Freizeitpferde erf\u00fcllen?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>3.<\/strong> Den optimalen Schnittzeitpunkt zu w\u00e4hlen, wenn das Gras nicht gestresst ist (z.B. nicht nach langer Trockenheit)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>4.<\/strong> Was ist geschmacklich f\u00fcr das Pferd interessant?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr reine Schnittfl\u00e4chen k\u00f6nnten sich je nach Standortbedingungen beispielsweise das Lieschgras (<em>Phleum pratense<\/em>), das gew\u00f6hnliche Knaulgras (<em>Dactylis glomerata<\/em>) und der Wiesen-Fuchsschwanz (<em>Alopecurus pratensis<\/em>) als wertvolle Futterpflanzen im Heu eignen, wie die Graslandwissenschaftlerin Anja Schmitz erkl\u00e4rt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Absolute Gr\u00fcnlandunkr\u00e4uter und Gr\u00e4ser sind u.a. Sumpfschachtelhalm, Binsen, Sumpfdotterblume, Jakobskreuzkraut und Herbstzeitlose sowie einige weitere.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Die Ernte: Wann ist der optimale Zeitpunkt der Heuernte?<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine fr\u00fche Ernte (1. Schnitt) beinhaltet einen hohen Anteil an Rohprotein und geringen Anteil an Rohfaser.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der sp\u00e4te Schnitt enth\u00e4lt h\u00f6here Rohfaseranteile (Ballaststoffe), die im Alter der Pflanze um 40% ansteigen wobei das verdauliche Rohprotein mit zunehmendem Alter der Pflanze abnimmt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der optimale Schnittzeitpunkt ist die erste H\u00e4lfte der Gr\u00e4serbl\u00fcte. Zur Heugewinnung f\u00fcr Fohlen und Stuten eignet sich ein fr\u00fcherer Schnitt im Erntejahr.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die allgemeine Futterwert-charakteristik von Heu zeichnet sich durch eine relativ niedrige Energiedichte, gegen\u00fcber zum Gr\u00fcnfutter aus. Reduzierte Vitamingehalte wie B-Vitamine, \u00df-Carotin und Carotinoide sind charakteristisch f\u00fcr den Futterwert von Heu. Die Vitamingehalte von \u00df-Carotin werden durch den Trocknungsprozess reduziert wobei eine Anreicherung von Vitamin-D durch den Trocknungsprozess wiederrum gef\u00f6rdert wird. Au\u00dferdem ist das Heu fettarm, rohfaserreich und liefert wichtige Mineralstoffe besonders die Spurenelemente Magnesium, Kupfer und Mangan mit der Ausnahme von Natrium. Der Futterwert von Heu entspricht folglich dem des Gr\u00fcnfutters minus Trocknungs- und Lagerverlusten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Pferd ist als Pflanzenfresser auf ein strukturiertes, rohfaserreiches Futter angewiesen. Weshalb es so wichtig ist, erfahrt ihr in diesem Blogartikel.<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":549,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[46,47,48],"tags":[],"coauthors":[103],"class_list":["post-548","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-pferdefuetterung","category-futtermittelkunde","category-grundlagenwissen","style--link-2"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.hipposport.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/548","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.hipposport.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.hipposport.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.hipposport.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.hipposport.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=548"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.hipposport.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/548\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1218,"href":"https:\/\/www.hipposport.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/548\/revisions\/1218"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.hipposport.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/media\/549"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.hipposport.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=548"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.hipposport.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=548"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.hipposport.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=548"},{"taxonomy":"author","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.hipposport.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/coauthors?post=548"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}