Hautpflege und Wunden

Hautpflege und Wunden (52 Artikel)

Hautpflege und Wunden

Haut- und Wundpflege fürs Pferd

Kleine Kratzer, Schürfwunden, Bisswunden und Ballentritte sind schnell passiert. Gut wenn dann ein Produkt zur Wundversorgung fürs Pferd in der Stallapotheke zu finden ist! Besonders bei einem Ballentritt oder einer Verletzung am Bein kann es sinnvoll sein, die Wunde mit einem Aluspray oder Zinkspray abzudecken, damit sie vor Schmutz und Feuchtigkeit geschützt ist. Bei Kratzern und Bissen reicht dagegen oft die Versorgung mit einer Wundsalbe beispielsweise der Cutene von Animaderm aus.

Aufwändig aber nötig - Pflege bei Sommerekzem

Vom Sommerekzem betroffene Pferde benötigen oft viel Pflege. Dabei geht es in erster Linie darum, Insekten wie Kriebelmücken abzuwehren und den Juckreiz zu stillen, damit die Pferde die betroffenen Stellen nicht immer wieder neu aufscheuern und die Haut geschmeidig zu halten. Ständiger Juckreiz stresst die Pferde zusätzlich und verschlechtert die Symptome. Daher sollte ein hautberuhigendes Produkt angewendet werden. Sind hauptsächlich Mähne und Schweifrübe betroffen, ist ein eher flüssiges Produkt oft einfacher zu benutzen. Viele Verpackungen haben eine kleine Dosierspitze, damit das Produkt durch das Langhaar direkt auf die Haut aufgetragen werden kann. Denn nur auf der Haut kann es wirken. Tragen Sie daher die Pflegemittel eher sparsam auf und scheiteln Sie das Haar so gut es geht, um die Haut zu erreichen.

Falls Gesicht, Ohren, Bauchnaht, Euter oder Schlauch ebenfalls betroffen sind, eigenen sich für diese wenig behaarten Stellen und für die dünnere Haut Cremes oft besser als Lotionen. Sie ziehen nicht so schnell ein und schützen die Haut so besser vor neuen Stichen der Kriebelmücken. Zudem lassen sie sich gezielter auftragen, vor allem an den Ohren, damit nichts in den Gehörgang rinnt oder am Bauch, Euter oder Schlauch, wo flüssige Produkte sich nicht so gut kopfüber anwenden lassen.

Mit der Pflege möchte man seinem Pferd natürlich etwas Gutes tun. Falls Sie aber den Eindruck haben, dass sich der Juckreiz verschlimmert, könnte es sein dass das Pferd ein bestimmtes Produkt oder einen Inhaltsstoff nicht verträgt. Immer wieder gibt es Pferde, die allergisch auf bestimmte Öle reagieren, z.B. Teebaumöl. Auch wenn es vielen Pferden gut hilft, gibt es immer wieder Fälle, in denen es die Symptome verschlechtert. Weichen Sie in diesen Fällen besser auf ein Produkt ohne Teebaumöl aus.

Bei allen regelmäßig aufgetragenen Pflegemitteln, besonders bei öligen Rezepturen ist es ratsam, gelegentlich die Reste mit einem milden Shampoo auszuwaschen um die Haut von einem Übermaß an Fett zu befreien, das die Poren verstopfen könnte.

Mauke und Raspe richtig pflegen

Besonders im Frühjahr und Herbst während des Fellwechsels sind viele Pferde von Mauke oder Raspe geplagt. Die Haut in der Fesselbeuge ist wund bis blutig, zum Teil können sich auch dicke Krusten bilden. Oft sind die betroffenen Stellen schmerzhaft oder jucken, so dass die Pferde sich nur sehr ungern an den Beinen anfassen lassen, oder das ganze Bein wird dick und schwillt an. Falls die Krusten sehr dick oder flächig sind, sollten sie zunächst mit einem Pflegeöl oder einer speziellen Pflegesalbe aufgeweicht werden. Meist lassen sie sich dann mit einer weichen Bürste vorsichtig entfernen, ohne die Haut weiter zu verletzen. Anschließen kann eine regenierende Creme etwa mit Zink und Panthenol aufgetragen werden um die Wundheilung zu unterstützen.

Auch wenn ein prächtiger Behang bei vielen Rassen einfach dazu gehört und die Haut in der Fesselbeuge vor Witterungseinflüssen schützt, kann es manchmal für die Pflege hilfreich sein, ihn behutsam zu kürzen um etwas mehr Luft an die Haut kommen zu lassen.

Wenn sich trotz regelmäßiger Pflege keine Erfolge bei der Behandlung einstellen, sollte auch die Mineral- und Spurenelementversorgung des Pferds überprüft werden. Nährstoffmängel können die Wundheilung verzögern und das Immunsystem schwächen, so dass die Haut anfälliger für Infektionen ist. Ein Ergänzungsfutter für die Haut unterstützt den Heilungsprozess von innen heraus und kann als Kur über sechs bis acht Wochen oder bis zum Abklingen der Beschwerden das normale Futter ergänzen.

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