Leinsamen für Pferde günstig kaufen

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Leinsamen für Pferde günstig kaufen

Leinsamen enthalten viele Schleimstoffe, die in Wasser aufquellen und den Leinsamenschleim bilden. Dabei nimmt der Samen die vierfache Menge (des Eigengewichts) an Wasser auf. Der dabei entstehende Schleim kann die Schleimhäute in Magen und Darm des Pferdes beruhigen. Das ist besonders bei Magenproblemen und Störungen im Verdauungstrakt wie Durchfall wünschenswert. Auf Grund des Schleims ist Leinsamen auch eine wichtige Zutat im Mash. Für ein besonders schleimiges Mash ist ein hoher Anteil an Leinsamen in der Zusammensetzung wichtig.

Um gezielt den Magen des Pferdes zu unterstützen sollte der Leinsamen vor der Fütterung kurz mit Wasser aufgequollen werden. So hat sich der Schleim bereits gebildet und kann sofort im Magen wirken. Meist reicht es, den Samen mit warmem oder heißem Wasser zu übergießen und kurz aufquellen zu lassen. Wenn im Stall kein warmes Wasser zur Verfügung steht, kann man Leinsamen auch mit kaltem Wasser ansetzen. Es dauert in diesem Fall etwas länger, bis sich der Schleim bildet.
Wichtig ist auch, wie bei der Fütterung von Mash, dass die Temperatur bei der Fütterung nicht zu hoch ist, damit sich das Pferd nicht am Futter verbrennt.

Manche Pferde mögen den Leinsamenschleim nicht gerne fressen. Die ungewohnte Konsistenz und der recht neutrale Geschmack sind für manche Pferde wenig attraktiv. In diesem Fall können die Leinsamen natürlich auch mit Tee, zum Beispiel Kamillentee oder Fencheltee aufgegossen werden. So bekommt der Leinsamenschleim etwas Geschmack und wird für das Pferd appetitlicher.

Steht dagegen die Wirkung auf den Darm oder für das Fell im Vordergrund, kann der Leinsamen auch trocken gefüttert werden. Auf dem Weg durch den Verdauungstrakt bildet sich der Schleim, bevor der Futterbrei im Darm ankommt. Bei einer üblichen Tagesdosis von 100g Leinsamen pro Pferd pro Tag ist die aufgenommene Menge an Blausäure in der Regel unproblematisch. Daher muss der Leinsamen meist nicht vorher gekocht werden. Spezielle Sorten wie gelber Leinsamen werden zudem gezielt blausäurearm gezüchtet.

Außer den Schleimstoffen enthält der Leinsamen natürlich auch das Leinöl, das besonders reich an Omega-3-Fettsäuren ist. Diese ungesättigten Fettsäuren sind unter anderem für Fell und Haut wichtig. Da in vielen anderen Futtermitteln wie Getreide hauptsächlich Omega 6 Fettsäuren enthalten sind, in der Gesamtration aber mehr Omega 3 als Omega 6 Fettsäuren enthalten sein sollten, sind Leinsamen und Leinöl sehr gut geeignet um dieses Verhältnis zu verbessern. Leinsamen enthalten etwa 40% Öl. Bei 100g pro Tag bekommt das Pferd so umgerechnet 40ml Öl gefüttert.

Beide Aspekte des Leinsamens, Fettsäuren und Schleim, erklären die traditionelle Fütterung im Fellwechsel. Sowohl im Frühjahr als auch im Herbst steht zusammen mit dem Fellwechsel die Futterumstellung von Stall- auf Weidefütterung und umgekehrt an. Vielen Pferden macht die Verdauung dabei zu schaffen. Kotwasser und vermehrte Koliken plagen viele Pferde. In dieser Zeit ist Leinsamen eine günstige Ergänzung zum normalen Pferdefutter.