Leinsamen für Pferde günstig kaufen

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3 gute Gründe für Leinsamen als Pferdefutter

Warum sind Leinsamen eine gute Ergänzung des Pferdefutters? Magen, Darm und Fell liefern drei gute Gründe, wie Leinsamen den Organismus des Pferdes unterstützen können.

Wie der Name sagt, sind Leinsamen die Samen der Lein- oder Flachspflanze. Es gibt verschiedene Sorten, die entweder klassisch braune Körnchen oder goldgelbe Körner haben. Besonders bekannt als Pferdefutter ist das Leingold von Schäfer oder das LinuStar von St. Hippolyt.

Damit der Leinsamen fürs Pferd besser verwertbar wird, gibt es verschiedene Techniken. Zum einen kann der Leinsamen geschrotet, also grob vermahlen werden. Dadurch werden die Körner in kleine Teile gebrochen und bekommen eine größere Oberfläche. Sie quellen schneller auf und sind auch für die Verdauung des Pferdes leichter zugänglich. Die große Oberfläche hat aber den Nachteil, dass entsprechend mehr Luft an die Leinsamen gelangt und das enthaltene Öl schneller verdirbt. Besonders die wertvollen ungesättigten Fettsäuren werden schnell ranzig. Wenn man Leinschrot für sein Pferd kauft, sollte es daher zügig verfüttert werden um die Qualität des Futters zu erhalten.

Eine bessere Variante ist das Cracken. Dabei werden die Leinsamen zwischen zwei Walzen gequetscht, so dass sie einen feinen Riss bekommen. Durch diesen Riss kann die Feuchtigkeit beim Einweichen oder die Verdauungssäfte im Pferdemagen besser eindringen. Andererseits schützt die Schale den Inhalt des Leinsamens weiterhin vor zu viel Luftsauerstoff und die Qualität des Leinsamens bleibt deutlich länger erhalten.

Leinsamen für Magen und Darm des Pferdes

Leinsamen enthalten viele Schleimstoffe, die in Wasser aufquellen und den Leinsamenschleim bilden. Dabei nimmt der Samen die vierfache Menge (des Eigengewichts) an Wasser auf. Der dabei entstehende Schleim kann die Schleimhäute in Magen und Darm des Pferdes beruhigen. Das ist besonders bei Magenproblemen und Störungen im Verdauungstrakt wie Durchfall oder Kotwasser wünschenswert. Auf Grund des Schleims ist Leinsamen auch eine wichtige Zutat im Mash. Für ein besonders schleimiges Mash ist ein hoher Anteil an Leinsamen in der Zusammensetzung wichtig.

Leinsamen kochen oder trocken füttern?

Um gezielt den Magen des Pferdes zu unterstützen sollte der Leinsamen vor der Fütterung kurz mit Wasser aufgequollen werden. So hat sich der Schleim bereits gebildet und kann sofort im Magen wirken. Meist reicht es, den Samen mit warmem oder heißem Wasser zu übergießen und kurz aufquellen zu lassen. Wenn im Stall kein warmes Wasser zur Verfügung steht, kann man Leinsamen auch mit kaltem Wasser ansetzen. Es dauert in diesem Fall etwas länger, bis sich der Schleim bildet.
Wichtig ist auch, wie bei der Fütterung von Mash, dass die Temperatur bei der Fütterung nicht zu hoch ist, damit sich das Pferd nicht am Futter verbrennt.

Manche Pferde mögen den Leinsamenschleim nicht gerne fressen. Die ungewohnte Konsistenz und der recht neutrale Geschmack sind für manche Pferde wenig attraktiv. In diesem Fall können die Leinsamen natürlich auch mit Tee, zum Beispiel Kamillentee oder Fencheltee aufgegossen werden. So bekommt der Leinsamenschleim etwas Geschmack und wird für das Pferd appetitlicher.

Steht dagegen die Wirkung auf den Darm oder für das Fell im Vordergrund, kann der Leinsamen auch trocken gefüttert werden. Auf dem Weg durch den Verdauungstrakt bildet sich der Schleim, bevor der Futterbrei im Darm ankommt. Bei einer üblichen Tagesdosis von 100g Leinsamen pro Pferd pro Tag ist die aufgenommene Menge an Blausäure in der Regel unproblematisch. Daher muss der Leinsamen meist nicht vorher gekocht werden. Spezielle Sorten wie gelber Leinsamen werden zudem gezielt blausäurearm gezüchtet.

Nicht nur im Fellwechsel – Leinsamen für schönes Fell

Außer den Schleimstoffen enthält der Leinsamen natürlich auch das Leinöl, das besonders reich an Omega-3-Fettsäuren ist. Diese ungesättigten Fettsäuren sind unter anderem für Fell und Haut wichtig. Da in vielen anderen Futtermitteln wie Getreide hauptsächlich Omega 6 Fettsäuren enthalten sind, in der Gesamtration aber mehr Omega 3 als Omega 6 Fettsäuren enthalten sein sollten, sind Leinsamen und Leinöl sehr gut geeignet um dieses Verhältnis zu verbessern. Leinsamen enthalten etwa 40% Öl. Bei 100g pro Tag bekommt das Pferd so umgerechnet 40ml Öl gefüttert.

Beide Aspekte des Leinsamens, Fettsäuren und Schleim, erklären die traditionelle Fütterung im Fellwechsel. Sowohl im Frühjahr als auch im Herbst steht zusammen mit dem Fellwechsel die Futterumstellung von Stall- auf Weidefütterung und umgekehrt an. Vielen Pferden macht die Verdauung dabei zu schaffen. Kotwasser und vermehrte Koliken plagen viele Pferde. Auch das Fell sieht oft struppig oder stumpf aus. In dieser Zeit ist Leinsamen (neben einem guten Mineralfutter) eine günstige und feine Ergänzung zum normalen Pferdefutter und können helfen, dass das Pferd bald wieder ein glänzendes Fell bekommt.

Zusätzlich enthalten Leinsamen bis zu 20% Protein (Eiweiß). Davon können dünne Pferde oder Pferde, die im Fellwechsel abnehmen, profitieren. Eiweiß wird bekanntermaßen zum Muskelaufbau benötigt. Aber auch das Fell besteht aus Eiweiß. Daher ist im Fellwechsel der Bedarf an Eiweiß erhöht. Leinsamen können ein Baustein der Ration sein, um diesen erhöhten Bedarf zu decken.

Leinpellets oder Leinsticks - Feines Futter aus Leinkuchen

Neben dem normalen Leinsamen gibt es auch Lein(samen)pellets oder Leinsticks. Diese sind deutlich günstiger zu kaufen als Leinsamen, da sie aus dem Leinkuchen bestehen. Leinkuchen ist der Rest der Samen, der beim Pressen des Leinöls übrig bleibt. Der Fettgehalt ist daher geringer als bei ganzen Leinsamen. Zur Unterstützung des Magens und des Darms, bei der die Schleimstoffe im Vordergrund stehen, können Produkte aus Leinkuchen eine preiswertere Alternative zu Leinsamen sein.

Die Fütterung ist auch sinnvoll bei Pferden, die gar kein Kraftfutter bekommen (z.B. Ponys) aber denen trotzdem Leinprodukte gefüttert werden sollen. Die Leinsamensticks lassen sich wie ein Leckerli einfach aus der Hand geben.