Heu

Getrocknetes Grünfutter von Wiesen, bestehend aus verschiedenen Gräserarten, Kräutern und Leguminosen (=Klee-Arten), wird allgemein als Heu bezeichnet.
Das getrocknete Heu wird meist in kleine Hochdruckballen, quaderförmige oder runde Großraumballen gepresst, und kann so leichter transportiert und gelagert werden.

Nach dem Pressen folgt die Schwitzphase des Heus, die 6-8 Wochen andauert. Das Heu solle bei der Einbringung eine Restfeuchte von nicht mehr als 18-20% enthalten. Während der Schwitzphase, deren Dauer stark von der Stärke der Pressung abhängig ist, vermehren sich Keime und Bakterien, wodurch sich das Heu erhitzt. Durch die entstehende Wärme trocknet das Heu nach.

In diesen ersten Wochen darf das Heu auf keinen Fall an die Tiere verfüttert werden, da in dieser Phase der Keimvermehrung heftige Koliken drohen.
Ist das Heu bei der Einbringung zu feucht (Wassergehalt >20 %), kann es zur Selbstentzündung kommen. Trocknet das Heu nicht richtig nach, bilden sich Schimmelpilze und Bakterien. Diese können auch nach langer Lagerung bei Pferden Koliken, Leberschäden, Allergien und Atemwegserkrankungen hervorrufen und sollten deshalb nicht verfüttert werden.

Der Wassergehalt verringert sich während der Schwitzphase auf bestenfalls unter 15%. An diesem Punkt setzt die Keimruhe ein, wodurch der Konservierungseffekt der Trocknung entsteht.

Heu ist das wichtigste Futtermittel für das Pferd, weshalb stets auf eine gute Heuqualität geachtet werden muss.
Die Energie- und Nährstoffgehalte im Heu variieren je nach Gräserzusammensetzung, Nährstoffgehalten im Boden und dem Schnittzeitpunkt. Früh geerntetes Heu, im Ähren- und Rispenschieben, ist hochverdaulich, energie- und eiweißreich und eignet sich deshalb gut zur Fütterung von Zuchtstuten, Jungtieren im Wachstum und Sportpferde. Es sollte eine grüne Farbe, einen frischen Geruch und einen weichen Griff aufweisen.
Später geschnittenes Heu, in der Gräserblüte, ist energie- und eiweißärmer, enthält jedoch einen höheren Rohfasergehalt. Dieses ältere, strukturreichere Heu eignet sich aufgrund der geringeren Verdaulichkeit zur Fütterung von Ponys und leichtfuttrigen Pferden, sowie für Pferde die nur geringe Leistungen erbringen. Im Vergleich zu früh geschnittenem Heu weist das später geerntete Heu eine etwas blassere Farbe und einen etwas raueren Griff auf. Jedes Heu das verfüttert wird sollte frei von Verunreinigungen, Giftpflanzen und Schimmelpilzen sein.

Um den Bedarf an Strukturfutter des Pferdes zu decken, müssen ihm mindestens 1,5-2kg Heu am Tag pro 100kg Körpergewicht angeboten werden. Bei einem 500kg schweren Pferd entspricht das mindestens 7,5-10kg Heu am Tag. Um der natürlichen Nahrungsaufnahme von 16 Stunden am Tag am Nächsten zu kommen bietet sich eine ad libitum Fütterung von Heu an. Ist dies nicht möglich, kann auch mit Fresszeitverlängerungen wie Heunetzen oder Raufen gearbeitet werden.

HippoSport

Fünf Sterne für Ihr Pferd - das ist unser Motto! Seit mehr als 25 Jahren kümmern wir uns um die Fütterung und Pflege von Pferden und bieten dafür ein großes Sortiment an verschiedenen Futtermitteln. Wir finden etwas passendes für jedes Pferd!