Fütterungsfehler und ihre Entstehung

Fütterungsfehler können eine Über- oder eine Unterversorgung an Energie und Nährstoffen, sowie Fehler in der Fütterungs- und Tränketechnik darstellen. Aber auch Qualitätsmängel und Fehler in der Rezeptur oder Zusammensetzung der eingesetzten Futtermittel zählen dazu.

Beim Auftreten von fütterungsbedingten Problemen muss der Zeitpunkt oder und der Ort der Entstehung der Fehler erforscht werden, um diese zukünftig zu vermeiden. Schon bei der Futterernte und Gewinnung des Futters können Fehler, wie Verschmutzungen des Heus durch Erde, aufgrund eines zu tief eingestellten Mähwerks passieren. Bei der Verarbeitung von Futtermitteln, sowie bei der Herstellung von Futtermischungen können unterschiedliche Fehler unterlaufen. Eine sehr häufige Fehlerquelle ist eine falsche Lagerung, bzw. ein falscher Transport. Erfolgt diese bei Heu, Stroh und Getreide nicht trocken genug, sind Schimmelbildung mit schädlichen Mykotoxinen die Folgen. Letztendlich können auch bei der Zuteilung der Futterrationen Fehler unterlaufen.

Im Hinblick auf die Wasserversorgung spielen die Tränketechnik, sowie die Wasserqualität die entscheidende Rolle. Die meisten Pferde bevorzugen es aus Eimern, anstatt aus Selbsttränken zu trinken.

Fütterungsbedingte Probleme beim Pferd können sein: chronische Unterernährung, Adipositas, Hyperlipidämie, Hufrehe, EMS, Koliken wie Verstopfungen oder Fehlgärungen, Atemwegserkrankungen, Skeletterkrankungen aufgrund einer unzureichenden Mineralstoffversorgung, Stoffwechselstörungen der Muskulatur wie Kreuzverschläge oder PSSM, sowie Vergiftungen durch Mykotoxine, Giftpflanzen, Coccidiostatika oder Botulin.
Wichtig beim Auftreten der genannten Erscheinungen ist das Ausschließen einer Infektion (das Fehlen von Fieber etc.). Oft treten bei allen Tieren ähnliche oder gleiche Reaktionen auf, wenn einen fütterungsbedingtes Problem vorliegt.